American Football – Allgemeines zum Sport

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American Football ist in Deutschland noch immer eine Randerscheinung. Da es nur wenige Mannschaften in einer Liga gibt, müssen teilweise sehr lange Fahrzeiten für die Spiele zurückgelegt werden. American Football stammt ursprünglich aus den USA. Die Ballsportart gehört dort zu den beliebtesten Sportarten überhaupt.





Die Grundzüge des Spiels

Die Popularität ist vergleichbar mit dem europäischen Fußball. Ziel des American Football ist es, den Ball in die gegnerische Endzone zu bringen. Alternativ kann ein Field Goal geschossen werden. Die im Ballbesitz befindliche Mannschaft versucht dabei so viel Raum wie möglich zu gewinnen, indem der Ball auf verschiedene Weisen auf das gegnerische Endfeld zugetragen oder geschossen wird. Erreicht ein Spieler die Endzone so hat er Punkte erzielt. Wird der Ball über eine Stange des Tors geschossen, so hat er einen Punkt erzielt. Ziel ist es, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen. Die angreifende Mannschaft wird beim American Football als Offense bezeichnet. Die Abwehr ist im Fachjargon die Defense. Die Abwehr versucht die Offense aufzuhalten und die Erzielung von Punkten zu verhindern. Gleichzeitig versucht sie selbst in den Ballbesitz zu kommen.

Die Geschichte des Sports

Die Regeln des American Football wurden aus dem Rugby entnommen, das vor allem in England häufig gespielt wird. Darüber hinaus sind einige Regeln auch aus dem Fußball entnommen. Die ersten Mannschaften bildeten sich im 19. Jahrhundert in den Universitäten Amerikas. Anfangs spielten die Spieler ohne Schutzausrüstung, weshalb das Spiel selbst sehr gefährlich war. Innerhalb eines Jahres waren bis zu 20 Tote zu beklagen. Dies resultierte auch aus dem Umstand, dass beim American Football die Angreifer teilweise von der restlichen Mannschaft in die gegnerische Zone gedrückt wurden, so dass Quetschungen und andere schwere Verletzungen die Regel waren. Durch die Todesfälle wurden 1906 Regeländerungen durchgeführt, die den American Football sicherer machen sollten. Wie beim Rugby durfte der Ball bis zu diesem Zeitpunkt nur nach hinten abgegeben werden. Dies änderte sich, so dass die heute üblichen Pässe gespielt werden konnten. Erst 1910 wurden die Regeln zu jenem Werk, nach dem der American Football bis heute gespielt wird. Nachdem die Sicherheit allerdings noch heute ein Problem darstellt – zumindest im Profi-Bereich – werden die Regeln auch heute noch verändert.

Arten des Footballs

Neben dem American Football wird auch Canadian Football und Arena Football gespielt. Obwohl die Grundregeln identisch sind, gibt es viele Abweichungen, durch die sich die Spiele gut unterscheiden lassen. Eine körperlose Variante des American Football wird auch in Deutschland gespielt: Der Flag-Football. Diese Variante wird in kleinen Teams gespielt. Ein Schutz der Spieler durch die übliche Ausrüstung ist nicht notwendig. Der Tackle – so der Name für die Abwehr eines Spielers – wird bei dieser Variante durch das Wegnehmen einer Fahne signalisiert, die am Spieler befestigt ist. Deshalb ist das Spiel inzwischen auch im Sportunterricht anzutreffen. American Football wird vor allem in den Mannschaften der jüngsten Altersklassen in dieser Form gespielt. Durch die Körperlosigkeit der Variante wird viel Wert auf die Taktik gelegt. Diese rückt im American Football der klassischen Variante in den Hintergrund. American Football ist allerdings nicht mit dem Australien Football verwandt. Vielmehr lehnt sich die australische Variante an das Rugby an, von dem sich der American Football inzwischen deutlich unterscheidet. American Football ist hierbei die ungefährlichere Variante.

Foto: jazavac – FotoliaSimilar Posts:

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